Die Entstehung der Gartenanlage und Gründung des Kleingärtnervereins

Städtische Planungen, im Zusammenhang mit der Gesamtkonzeption für das Schützenhofgelände, sehen die Einziehung der Gartenanlagen an der Zeppelinstraße vor. Betroffen sind ca. 60 Kleingärtner, denen ihr 'Grabeland' am 06. März 1934 zum 31. März 1935 gekündigt wird. Nach langwierigen Verhandlungen und nach Anrufung des Kleingarten-Schiedsgerichtes Dortmund, wird von der Stadt ein bis dahin als Ackerland genutztes Ersatzgelände zwischen Heckert- und Josefinenstraße angeboten. Die bereits vorher als Ersatzgelände in Aussicht gestellten Schmechtingwiesen hatten sich wegen der dort herrschenden Vorflutverhältnisse als ungeeignet erwiesen. Am 26. Oktober 1935 erfolgte dann die Zuweisung der Ersatzgärten an 18 noch verbliebene Kleingärtner der Anlage Schützenhof, denen am 21. November 1935 und am 13. Januar 1936 Zuweisungen an Interessenten aus dem Ortsteil Grumme folgten. Für die Gesamtanlage standen 1,6431 ha zur Verfügung, durch einen 20 m breiten Geländestreifen, von der Heckert- zur Josefinenstraße, in zwei unterschiedliche Flächen aufgeteilt und damit für die Konzipierung einer geschlossenen Gesamtanlage nicht gerade einfach zu handhaben. Der Plan, über den genannten Geländestreifeneine Promenade zu errichten, wurde im Jahre 1939 von der Stadt Bochum aufgegeben, so dass der nun entstehende Hauptweg Bindeglied der beiden Gartenteile werden konnte. Die Erfahrungen mit dem 'Grabeland' am Schützenhof und die vielfältigen Aufgaben bei der Errichtung der neuen Gartenanlagen führten sehr schnell zu der Einsicht, dass nur im Rahmen eines geordneten Vereins eine Daueranlage zu schaffen sei. Daher gründeten im Jahre 1936, in der damaligen Gaststätte Bohr, sechzig Gartenfreunde unseren Kleingärtnerverein und gaben ihm den Namen 'Am Grüngürtel'.

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