Die Entstehung der Gartenanlage und Gründung des Kleingärtnervereins | Fortsetzung:

Die ersten 25 Jahre (1936 - 1961)

Der Anfang war schwer. Gebrauchte Rohre vom Schützenhofgelände bildeten den Grundstock des Wasserrohrnetzes. Für 60 Gärten waren zunächst nur zwei Wasserstellen vorhanden! Zu den Arbeitsleistungen der Gartenfreunde in den jeweiligen Einzelgärten kamen die Arbeits- leistungen für die Gemeinschaftseinrichtungen. Mancher Tropfen Schweiß wurde vergossen, bis die Grundstruktur des Wegenetzes geschaffen war.

Aber was nutzte letztlich aller Leistungswille und Arbeitseinsatz jedes Einzelnen, wenn es nicht gelang, die Anlage durch langfristige Pachtverträge abzusichern. Die Stadt war zunächst nur bereit, Verträge mit einer Laufzeit von 5 Jahren abzuschließen. Auf dieser Basis ließen sich keine langfristigen Baumaßnahmen errichten! Nach zährem Ringen war es dann im März 1937 soweit: Die Stadt Bochum und die Stadtgruppe der Kleingärtner (als Interessenvertretung des Vereins) schlossen einen Pachtvertrag über eine Laufzeit von 15 Jahren.

Nun konnte der Aufbau der Anlage zügig voran getrieben werden. Bei der Anlages des Hauptweges, im Jahre 1939, erhielten die angrenzenden Gärten ihre heutigen Abmessungen, Während der Kriegsjahre und in der Zeit vor der Währungsreform wurden die Gärten intensiv genutzt, bildeten sie doch die Grundlage für eine zusätzliche Nahrungsquelle. An einen weiteren Ausbau der Gesamtanlage konnte zunächst nicht gedacht werden.

Gleich nach der Währungsumstellung wurde jedoch der Ausbau der Anlage voran getrieben: Der Geräteschuppen entstand, die Tanzfläche wurde gebaut, die Gartenanlage wurde mit elektrischem Strom versorgt und alle Wege erneut ausgebaut. Am 12. August 1961 konnte auf ein erfolgreiches Vierteljahrhundert zurückgeblickt werden und in der alten 'Kaiseraue' ein zünftiges Gartenfest ablaufen.

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